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Vorsorge & Vermögen

Ein früher Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung lohnt sich

Junge Studenten sind meist kerngesund und können ihre Arbeitskraft zu besonders vorteilhaften Bedingungen versichern. Worauf ist dabei zu achten?

21.02.2020 4 Min Lesezeit
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Die Zielgruppe der Studenten für Versicherungsvermittler ist besonders groß: Im Wintersemester 2018/2019 sind laut Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 2,87 Millionen Studentinnen und Studenten an deutschen Hochschulen immatrikuliert – so viele wie noch nie an deutschen Hochschulen. Wer studiert verfügt jedoch meist nur über ein überschaubares Budget und denkt nicht unbedingt an die Absicherung seiner Arbeitskraft.

Manche Versicherer bieten daher für diese Zielgruppe spezielle sogenannte Starter- oder Einsteiger-Berufsunfähigkeitsversicherungstarife an. Andere offerieren ihre regulären BU-Tarife auch für Studenten sowie Schüler und Auszubildende. Einsteigertarife zeichnen sich durch besonders niedrige Beiträge in den ersten Jahren der Laufzeit auf und bieten den vollen Versicherungsschutz. In der Branche gibt es dabei drei unterschiedliche Typen von Einsteigermodellen: einjährig kalkulierte BU-Tarife, Stufentarife und zeitlich begrenzte BU-Tarife.

Drei Typen von Einsteiger-Tarifen

  • Bei einjährig kalkulierten BU-Tarifen wird der Beitrag jährlich entsprechend dem Risiko angepasst. Diese Tarife weisen im Alter eine sehr hohe Beitragslast auf. Viele Experten raten von dieser Variante eher ab.
  • Bei Stufentarifen werden die Beiträge jeweils nach vom Versicherer festgelegten mehrjährigen Perioden angepasst, bleiben jedoch innerhalb dieser Phasen konstant. Nach Abschluss ist meist eine konstante Beitragsphase von fünf bis zwölf Jahren üblich. Die Anzahl der Stufen variiert je nach Anbieter.
  • Die dritte Variante: Starter-BUs werden nur auf einen bestimmten Zeitraum hin abgeschlossen, zum Beispiel bis nach dem Studium oder nach der Ausbildung. Verdient der Versicherte dann mehr Geld, ist es ihm auch möglich, mehr für seinen Versicherungsschutz zu bezahlen. Die Versicherer bieten daher einen Folgevertrag mit einem regulären Berufsunfähigkeitstarif an. Dabei fällt keine ansonsten bei einem Neuabschluss übliche Gesundheitsprüfung an. Allerdings werden bestimmte Risikomerkmale der gewählten beruflichen Tätigkeit erneut geprüft und fließen in die Beitragskalkulation ein. Wie hoch der Beitrag ausfällt und welche Bedingungen gelten, erfährt der Versicherte erst zu diesem Zeitpunkt.

Bedingungen prüfen

„In der Regel sind BU-Startertarife über die gesamte Laufzeit gesehen deutlich teurer als der jeweilige Normaltarif eines Versicherers. Daher bieten wir unsere regulären BU-Tarife bereits für junge Menschen ab einem Alter von zehn Jahren an“, sagt Michael Hinz, zuständig für das Marktmanagement Leben, Unfall und Finanzzweige der SIGNAL IDUNA Gruppe. Der Vorteil: „Die Versicherten profitieren von günstigen Beiträgen und die Versicherungssumme kann bei Bedarf später problemlos ohne neue Gesundheitsprüfung erhöht werden“, so Hinz.

Ein Beispiel: Ein 21-jähriger Student der Elektro- und Informationstechnik bezahlt aktuell für die Absicherung von 1.000 Euro im Falle einer BU bei SIGNAL IDUNA lediglich einen monatlichen Beitrag von 31,36 Euro netto (45,45 Euro brutto). Will er die Absicherung zum Beispiel nach Ende des Studiums erhöhen, wird sein Beitrag zwar neu kalkuliert. Der Absolvent muss aber keine Gesundheitsprüfung absolvieren und behält seine günstige Risikoklasse Eins, auch wenn er eine andere berufliche Tätigkeit ausüben sollte. „Wir empfehlen den BU-Vertrag bis zum Endalter 67 abzuschließen, da die Erhaltung der Berufsgruppeneinstufung über die gesamte Laufzeit ein großer Vorteil ist“, so der SIGNAL IDUNA-Experte.

Fazit:

In jedem Fall ist es sinnvoll, die eigene Arbeitskraft so früh wie möglich abzusichern. Inwieweit Einsteigermodelle trotz der meist höheren Gesamtkosten den regulären BU-Tarifen daher vorzuziehen sind, muss jeweils eine individuelle Betrachtung ergeben. Wichtig dabei ist neben dem Verzicht auf eine abstrakte Verweisung auf andere Tätigkeiten im Falle einer Berufsunfähigkeit auch die Flexibilität des Vertrags. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, einen neuen Beruf zu melden (um gegebenenfalls bei verringertem Berufsrisiko auch eine Senkung der Beiträge zu erhalten), die Beiträge zu dynamisieren oder bei bestimmten Lebensereignissen wie zum Beispiel der Gründung einer Familie unkompliziert und ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen zu können.

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